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Lesungsprospekt
Herbst 2008 | pdf>
Der Fluch des Bierzauberers - Ersterscheinung: 12. Juli 2010


Die Bierzauberer-Saga geht weiter!

Diesmal geht es ins finstere 17. Jahrhundert: Der Dreißigjährige Krieg stürzt Deutschland in die Katastrophe. Der Magdeburger Brauherr Cord Heinrich Knoll verliert bei der Vernichtung seiner Heimatstadt alles, was ihm lieb und teuer ist: Frau, Kinder, die Brauerei. Als endlich Frieden herrscht, bekommt er die Chance, unter der Herrschaft des Prinzen Friedrich von Homburg dessen neue Brauerei zu Ehre und Ansehen zu führen. Doch dann droht neues Ungemach von höchster Stelle. Ausgerechnet der Große Kurfürst von Brandenburg zwingt den Bierbrauer zu einem Kampf ums nackte Überleben …

Rezensionen:

Volkmar Joswig, Literaturkritiker:

"Günther Thömmes setzt seinen fesselnden Streifzug durch die deutsche Biergeschichte auf geradezu grandiose Weise fort. Für Fans des historischen Romans ein Hochgenuss!
Thömmes versteht es mit viel Lokalkolorit und detailreich zu beschreiben, wie spannend, dunkel und bitterböse es während des Dreißigjährigen Krieges zugegangen sein muss …“

Roland Schmidt vom Kulturmagazin "SauberEingeschenkt" (www.saubereingeschenkt.de):

Der Dreißigjährige Krieg, 1618 durch den Prager Fenstersturz ausgelöst und 1648 mit dem Westfälischen Frieden beendet, war der erste totale Krieg den Europa erlebt hat. Eine Zeit zahlloser Entbehrungen, in der die Land- wie auch die Stadtbevölkerung unglaubliches Elend erleiden musste. Vor den gewaltigen Umwälzungen und Veränderungen des 17. Jahrhundertss spielt Günther Thömmes Roman "Der Fluch des Bierzauberers".

Bei der blutrünstigen Erstürmung der Stadt Magdeburg wird die Familie des Brauers Cord Heinrich Knoll ermordet. Nur Knoll und seinem kleinen Sohn Ulrich gelingt die Flucht. Sie tun sich mit der Soldatenwitwe Magdalena zusammen, mit der Knoll bald nicht nur den Tisch, sondern auch das Bett teilt.

Sie hausen in einer Höhle, bis es zu unsicher wird. Sie ziehen weiter, immer in Angst und Schrecken vor den umerziehenden Söldnergruppen und Soldaten. Der Krieg hinterläßt allenortens seine schrecklichen Spuren. Thömmes jagt seinen Protagonisten von einem Abenteuer ins nächste. Kaum verschnauft Knoll an einem Ort, wähnt sich sicher, schon legt ihm sein Schöpfer den nächsten Stein in den Weg, und die Geschichte nimmt unerwartet Wendung.

Die Erzählung der Geschichte rund um Brauer Knoll und seine Familie wird immer wieder von Schilderungen der Kriegsumstände und dem Fortgang des Krieges unterbrochen. Thömmes hat sich mit hoher Akribie daran gemacht, die damaligen Zustände zu recherchieren und in seinen Roman einweben zu lassen.

Ein Dreh- und Angelpunkt ist das Bier, das Knoll manches Mal das Leben rettet und ihn dann wieder fast ins Verderben stürzt. Auch historische Persönlichkeiten werden über ihren Bezug zum Bier präsentiert. So widmet sich ein Teil des Buches der Geschichte des "Bierprinzen von Homburg", Friedrich II. von Hessen-Homburg. Biersorten, die längst nicht mehr produziert werden, erleben ihre literarische Renaissance in "Der Fluch des Bierzauberers".

Leider wirken an einigen Stellen die Wechsel zwischen der Erzählung von Knolls Geschichte und den Schilderungen des Kriegsverlaufs zu schnell, gerne wäre man noch länger bei dem Brauer mit der hünenhaften Gestalt verweilt.

Freunde des historischen Romans, die zugleich gerne dem gelben Gerstensaft zusprechen, dürften an "Der Fluch des Bierzauberers" ihre helle Freude haben.



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